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Gerätehaus komplett in Eigenleistung Drucken E-Mail

Altbürgermeister Hans Götz (zweiter von rechts) übergab als Projektleiter für den Feuerwehrhausbau im Beisein von Architekt Michael Ederer (rechts) den Schlüssel an zweiten Kommandant Christian Steiner, die Feuerwehrvorsitzenden Richard Wittmann und Thomas Bausch sowie an Bürgermeister Gerhard Scharl (von links).

Die Gemeinde muss nur das Material zahlen. Die Feuerwehr kann das neue Gebäude jetzt beziehen.

"Auftrag ausgeführt, meine Mission ist beendet", sagte Altbürgermeister Hans Götz. Er übergab die Schlüssel für das neue Feuerwehrhaus, einem Anbau neben der Schule - an Bürgermeister Gerhard Scharl und die Feuerwehrführung.

Als Pojektleiter hat Götz den Bau "in Eigenleistung" - 121.000 Euro  hat hierfür die Regierung der Oberpfalz in der Genehmigung angesetzt - organisiert. Die Bechtsriether leisteten dazu 8.793 freiwillige Arbeitsstunden. Nur das Material war zu bezahlen.

Bis auf kosmetische Dinge ist das Haus jetzt fertig. Die Feuerwehr kann es ab sofort nutzen, verkündete Götz bei einem Treffen mit den Verantwortlichen. Bürgermeister Scharl sprach von einem erfreulichen Tag für Bechtsrieth. Vor zwei Jahren hat Kommandant Matthias Wirth dem Gemeinderat die Raumnot verständlich dargestellt. Die Kommune habe darauf reagiert. Altbürgermeister Götz übernahm die Projektleitung, organisierte Geräte, Material und freiwillige Arbeiter. Vor rund eineinahalb Jahren, im Mai 2009, begann der Aushub der Baugrube. "Nun übergebe ich ihn" sagte Götz. "Ich hatte super Leute und eine große Zustimmung in der Bevölkerung."

Hans Schieder habe ihm 96 Stunden schweres Gerät wie Bagger oder Kompressor zur Verfügung gestellt, Wolfgang Schrepel 1.560 Quadratmeter Gerüst immer wieder bei Bedarf aufgebaut. Mauern, Schalungen, Elektrik, Sanitär und Heizung - alles wurde von Fachleuten ausgeführt. "Da war kein Qualitätsabfall zu sehen", fügte Architekt Michael Ederer an, der ständig gerade auch auf die qualitative Ausführung der Arbeiten  ein Auge hatte. Für ihn war es eine neue und positive Erfahrung, ein Projekt in dieser Art zu verwirklichen.

5.455 Facharbeiterstunden und  3.338 Helferstunden hat Götz aufgelistet. Wie gut gearbeitet wurde, zeigt die Tatsache, dass in der ursprünglichen Planung 10.000 bis 12.000 Stunden veranschlagt worden waren. Der "Stundenkönig" - einen Namen wollte Götz nicht nennen - hat 727 Stunden erbracht. Ferner haben viele Leute Geld für Essen oder auch Brotzeiten spendiert. Die beiden Feuerwehrvorsitzenden Thomas Bausch und Richard Wittmann sprachen von "Wahnsinnszahlen". Die Feuerwehr dankte Götz und allen Bürgern die einen Beitrag geleistet haben. Zweiter Kommandant Christian Steiner erklärte, die Wehr habe nun die Möglichkeit, sich ein unbedingt notwendiges Mannschaftsfahrzeug anzuschaffen. Bechtsrieth hat nun auf Jahrzehnte optimale Voraussetzungen für eine gut funktionierende Feuerwehr.

Das Feuerwehrhaus in Zahlen:

1.550 Kubikmeter umbauter Raum

128 Quadratmeter Fläche für die beiden Fahrzeugstellplätze

160 Quadratmeter im ersten Stock mit dem

88 Quadratmeter großen Unterrichtsraum, einer Küche, sanitären Räumen und einem Kommandantenbüro.