Start Aktuelle Meldungen Feuerwehrhaus und neues Mehrzweckfahrzeug eingeweiht
Feuerwehrhaus und neues Mehrzweckfahrzeug eingeweiht Drucken E-Mail

Beispielhaftes Bürgerengagement wurde am Pfingstsonntag mit einem großen Fest gekrönt: Die Bechtsriether und Trebsauer bauten ihrer Feuerwehr ein Haus und erbrachten dafür für 190.000 Euro Eigenleistungen. Und aus der Vereinskasse finanzierten sie ein neues Mehrzweckfahrzeug mit. Pfarrer Thomas Stohldreier segnete das derzeit modernste Feuerwehrhaus im Landkreis und das Auto.
Am Buswendeplatz vor dem Rathaus formierte sich der Kirchenzug, der schon einem Festzug glich. Mit dabei zahlreiche Ehrengäste, Vereine aus der Gemeinde und viele Feuerwehren aus der Umgebung. Den Takt gab die Roggensteiner Blasmusik an.

Beim Festgottesdienst stellte Pfarrer Stohldreier die Frage, ob denn das Pfingstfest mit der Feier einer Feuerwehrhausweihe vom christlichen Glauben her vereinbar seien. Seine Antwort war ein klares "JA", weil die Feuerwehr einen großen Dienst leiste, den man sogar als Auftrag Gottes sehen könne. Nach der Messfeier stand die Weihe des Feuerwehrhauses und des Mehrzweckfahrzeugs im Mittelpunkt. Dazu hatten sich alle Gäste auf dem Vorplatz formiert. "Auch für mich ist das ein großer Moment. Ich habe noch nie ein Feuerwehrhaus eingeweiht", stellte Stohldreier fest. Beides, das Fahrzeug und das Gebäude, mögen den Menschen in der Region dienen, wünschte er sich.
Bürgermeister Gerhard Scharl sprach wenig später im Festzelt von einem großen Tag für Bechtsrieth. Zugleich lobte er die Entscheidung von Kreisbrandrat Richard Meier. Dieser hatte mit seiner Unterschrift den Bedarf für ein neues Feuerwehrhaus und Mehrzweckfahrzeug bestätigt. Davon war die Genehmigung der staatlichen Förderung abhängig.
Der Festakt war laut Scharl der Abschluss eines großen Werkes bürgerlichen Engagements. 86 freiwillige Helfer leisteten 8.800 Arbeitsstunden, einer davon allein 727 Arbeitsstunden. Dabei trage alles einen Namen, nämlich den von Altbürgermeister Hans Götz als "Projektleiter rund um die Uhr". Zu erwähnen sei aber auch, dass die Feuerwehr zu dem staatlichen Zuschuss von 12.000 Euro aus der eigenen Kasse 13.000 Euro für den Kauf des Fahrzeuges beigesteuert habe.
190.000 Euro gespart!
"Das ist Geld, das von den Mitgliedern mit harter Arbeit erwirtschaftet wurde", betonte Scharl. Landrat Simon Wittmann zeigte sich beeindruckt von diesem "beispiellosen Bürgerengagement". In Zahlen ausgedrückt habe man so Arbeit im Wert von 190.000 Euro geleistet.
Der CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht war froh darüber, dass es noch so ein Stück "heile Welt" wie hier in Bechtsrieth gibt. Kreisbrandrat Meier bezeichnete das neue Feuerwehrhaus als das derzeit modernste im Landkreis und das Mehrzweckfahrzeug als optimale Ergänzung, speziell für technische Hilfeleistungen auf der Bundesstraße.