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Start der neuen Kinderkrippe in Bechtsrieth Drucken E-Mail

Die ersten vier Krippenkinder, ihre Eltern und Krippenleiterin Heike Artmann waren sichtlich zufrieden mit der neuen Einrichtung. Vier weitere Kinder komplettieren in den nächsten Tagen die Gruppe. Bürgermeister Gerhard Scharl, Architekt Michael Ederer und Pfarrer Thomas Stohldreier sprechen von einer Zukunftseinrichtung für junge Familien.

Der Start ist gelungen. Am Montag ging die neu gebaute Kinderkrippe in Betrieb. Vier Kinder waren am ersten Vormittag zu Gast, Ende Januar sind es schon acht kleine Knirpse, die dort betreut werden, im Mai werden es dann zwölf sein. Damit ist die Einrichtung ausgebucht.
"Schade, dass ich schon so alt bin. Hier würde ich mich auch wohlfühlen", sagte Pfarrer Thomas Stohldreier beim Rundgang durch die Krippe. Die vier "Premierenkinder" kümmerten sich reichlich wenig um die Besucher. Sie erkundeten lieber ihre neue Umgebung, immer begleitet von Krippenleiterin Heike Artmann und ihrem Team mit Kinderpflegerin Jenifer Bock und Praktikantin Viktoria Schwagerus.
"Wir können uns nun als Kinderhaus bezeichnen", freute sich Kindergartenleiterin Katrin Steudel. Krippe, Kindergarten und Schulkindbetreuung - alles sei endlich unter einem Dach. Die 15 Monate alte Isabell schien jedenfalls vollauf zufrieden zu sein mit den neuen Räumen. Ihre Mama Mayfried Mensah war am ersten Tag mit dabei. "Ich hätte eigentlich gleich wieder heimgehen können", merkte sie an. Isabell habe sich von Anfang an zu Hause gefühlt. Zwei, die davon profitiert haben, dass die Bechtsriether Krippe gebaut wurde, sind die zweijährige Melissa Lorenz und der einjährige Tim Pfeiffer aus Schirmitz. Für Ihre Eltern ist es kein Problem, die Kinder die kurze Strecke nach Bechtsrieth zu bringen. "Tolle Räume, super Personal, hier gefällt es unseren Kindern", lobten sie die neue Einrichtung. Einen mehr als zufriedenen Eindruck machte auch Bürgermeister Gerhard Scharl, als er zusammen mit dem Architekten Michael Ederer und Pfarrer Thomas Stohldreier durch die Räume ging. "Es war schon eine Menge Arbeit nötig, um den Gemeinderat von der Notwendigkeit einer solchen Einrichtung zu überzeugen", blickte Gerhard Scharl auf die Planungsphase zurück.
Sechs Eltern hätten bei einer Bedarfsumfrage Interesse bekundet. "Ob die dann wirklich ihr Kind in die Krippe geben, war nicht sicher", berichtete der Bürgermeister von den Bedenken zu Beginn des Projekts. Trotzdem habe er offensiv das Konzept mit zwölf Krippenplätzen vertreten, auch weil ihm das das Jugendamt so geraten habe.
Vier Räume sind an den Kindergarten angebaut worden: ein Gruppenraum, der Wickelraum mit WC, der Schlafraum und ein Intensivraum. Die Kosten betragen 423.000 Euro. 71 % der Summe werden vom Staat gefördert und die Arbeiterwohlfahrt als Kindergartenträger beteiligt sich ebenfalls. Die Kirchenverwaltung stellte den Grund kostenlos zur Verfügung, so dass die Kinder draußen viel Platz zum Toben und Spielen haben. "Wir bleiben im Kostenrahmen", war sich Architekt Ederer sicher.