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Dorferneuerung Bechtsrieth und Trebsau Drucken E-Mail

Bürgermeister Gerhard Scharl und Birgit Krug präsentieren die Leitlinie für die Dorferneuerung Bechtsrieth/Trebsau. "Wir verbinden Orte und Generationen, sicher und attraktiv", lautet das Motto.
Zweitägiger Arbeitskreis zur Dorferneuerung Bechtsrieth und Trebsau. "Wir verbinden Orte und Generationen, sicher und attraktiv". Unter diesem Motto steht die Dorferneuerung für Bechtsrieth und Trebsau. In einem zweitägigen Seminar schneiderten sich die Arbeitskreismitglieder ein Korsett, in dem die Verbesserung der Bedingungen in beiden Orten nicht nur mehr im Asphaltieren einiger Straßen und Plätze gesehen wird.
Das Seminar lief unter der Leitung von Willi Perzl, Abteilungsleiter bei der Direktion für ländliche Entwicklung. Bürgermeister Gerhard Scharl, die Gemeinderäte Michael Ederer, Alfred Wulfänger, Hans Gruber und Markus Zielbauer sowie Birgit Krug, Josef Scheidler, Ralf Reinold, Thomas Bausch, Andreas Hoch, Christian Flessa und Stefan Fichtner als Vertreter der Vereine waren in dem Arbeitskreis vertreten. Mit dabei auch Architekt Hubert Liebl aus Tännesberg, der von der Direktion mit der Planung beauftragt wurde.

Zentrale Plätze
"Wir haben Bechtsrieth und Trebsau am ersten Tag in den verschiedenen Dimensionen betrachtet", sagte Perzl in seinem Schlussresümee. Dabei kristallisieren sich die örtlichen Handlungsfelder heraus. Einmal die beiden Orte, die durch die Bundesstraße voneinander getrennt sind und dann deren zentrale Plätze. Das sind in Bechtsrieth der Rathaus- oder Buswendeplatz, sowie der Kirchplatz. In Trebsau der Kapellenplatz und der Stachus.
Im Verlauf des Seminars entwickelte sich das Thema "Jugend und Senioren". Die AK-Mitglieder fanden es spannend, wie es gelingen könnte, diesen Aspekt in die Maßnahmen zu integrieren. Die Siedlungsentwicklung sei gut. Es gebe viel Potenzial für junge Familien, stellte man fest. Das reicht von der Krippe, über den Kindergarten bis hin zur Grundschule.
"Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass wir die Dorferneuerung nicht nur als Asphaltierungsmaßnahme sehen, sondern auch soziale Akzente darin schaffen wollen", stellte Bürgermeister Scharl zufrieden fest. "Wir wollen ein durchgehendes Ortsbild in beiden Orten mit mehr Sicherheit sowie eigenständigen Plätzen, die es wiederum zu verbinden gilt." An Förderung stehen 50 Prozent, maximal 250.000 Euro, im Raum. "Man wird sich also mit den Maßnahmen bei einer halben Million Euro bewegen." Architekt Liebl betonte, dass eine Veränderung, die keine Verbesserung darstellt, eine Verschlechterung sei. Dem solle in Bechtsrieth und Trebsau entgegengewirkt werden.
Ergebnis überrascht
Liebl sprach auch die Förderung von privaten Maßnahmen an. Diese liege bei bis zu 20 Prozent und erstrecke sich wie hier bei der "einfachen Dorferneuerung" primär auf das Umfeld der öffentlichen Maßnahmen. Im Klartext also auf das Umfeld der genannten Plätze. Alle AK-Mitglieder waren positiv überrascht von dem Ergebnis. Viele hatten nur an bauliche Überlegungen gedacht. Nun spiele auch die soziale Schiene eine große Rolle. An die fünf Mal wird sich der Arbeitskreis treffen Dieser ist jederzeit erweiterbar. Wer Interesse verspürt, kann sich beteiligen. Aus diesen Treffen soll sich dann im nächsten dreiviertel Jahr heraus kristallisieren, was speziell in den beiden Orten gemacht werden soll.
Dies wird im Dorferneuerungsplan zusammengefasst, und auf dieser Beasis fällt die Entscheidung zur "formellen Aufnahme" ins Förderprogramm. Damit stehen die Mittel bereit. "Ich habe Sie an den beiden Tagen sehr engagiert erlebt. Sie wissen, was sie wollen. Ich hoffe und erwarte, dass dies so weitergeht. Dann könnte dies durchaus zu einem Modell für die einfache Dorferneuerung werden", lobt Perzl.