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Die Gemeinde Bechtsrieth mit der Ortschaft Trebsau hat ca. 1.095 Einwohner und gehört zum Nahbereich der Stadt Weiden, wobei die nördliche Gemeindegrenze unmittelbar an das Weidener Stadtgebiet angrenzt.

In den letzten 35 Jahren stieg die Bedeutung von Bechtsrieth als Wohnort mit gehobenem Wohnwert ständig an. Im Grenzgebiet zwischen „Oberpfälzer Bruchschollenland“ und „Vorderem Oberpfälzer Wald“ gelegen, ist Bechtsrieth mit Trebsau mitten im „Naturpark Oberpfälzer Wald“ und damit mitten in einer erholsamen, lieblichen Landschaft.

Den Kernbereich des noch ursprünglichen Dorfes Bechtsrieth bilden entlang der Haupt­straße zum einen noch die vielen landwirtschaftlichen Voll- und Nebenerwerbsbetriebe und zum anderen finden sich hier neben Läden und einer Dorfwirtschaft auch die neu ausgebaute Grundschule mit Turnhalle, der Kindergarten mit Kinderkrippe, das Feuerwehrhaus und die Filialkirche St. Josef.

Auch wenn Bechtsrieth erst im 14. Jahrhundert urkundlich genannt wird, so liegt sein Ursprung noch weiter zurück. Die -rieth- Orte sind Rodungssiedlungen, die vom 11. bis zum 13. Jahrhundert entstanden sind. Der ursprüngliche Name „Berchtholdsrieth“ besagt, dass es sich um eine Rodung des Berchthold handelt, den man heute Berthold nennen würde. Weil das Wasser schon immer das Wichtigste für die Menschen war, siedelte man immer in einem Quellgebiet oder an einem Flusslauf. Im Falle Bechtsrieth war es der Gleitsbach, der den Ausschlag gab und der das Rodungsgebiet von Norden nach Süden durchfließt.

Von den ersten Ansiedlungen aus wurde der Wald in einem Umkreis von ca. 1 km abgetrieben und in Acker und Wiesen umgewandelt. Trebsau, wenn auch am südwestlichen Rand gelegen, gehörte von Anfang an zum Bechtsriether Rodungsgebiet, nahm aber als Edelmannsgut eine Sonderstellung ein. Der Ursprung des Ortsnamens Trebsau geht auf die Slawen zurück, die vor dem 10. Jahrhundert in unserem Raum siedelten. Trebsau war ein Landsassengut und der jeweilige Inhaber übte die niedere Ge­richtsbarkeit über die zum Gut gehörigen Personen.

Im Jahre 1706 übernahm Ernst von Preisling den Adelssitz. Im Besitz der Familie blieb das Gut bis zur Aufhebung der Patrimonialsgerichtsbarkeit 1848. Die Vorläufer der Gemeinden waren Steuerdistrikte, die 1808 gebildet wurden. Zum Steuerdistrikt Bechtsrieth gehörten Trebsau und Trebsauermühle. 1821 wurde die Gemeinde Bechtsrieth gebildet. Sie umfasste das Dorf, in dem 30 Familien wohnten. Die seit 1821 selbständigen Gemeinden Bechtsrieth und Trebsau wurden 1854 zusammengeschlossen zur Gemeinde Bechtsrieth. Am 1. Januar 1978 erfolgte der Zusammenschluss von Irchenrieth und Bechtsrieth zur Gemeinde Irchenrieth. Seit 1. Januar 1994 ist Bechtsrieth mit der Ortschaft Trebsau wieder selbständige Gemeinde Bechtsrieth und als solche Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schirmitz.